Ein persönliches Wort der Gründerin über hochfunktionale Depression und den Weg zurück ins Leben
Zwanzig Jahre lang habe ich in Supply Chain und Unternehmenssoftware gearbeitet — SAP, Oracle, Microsoft Dynamics — als Beraterin und Projektleiterin bei großen internationalen Rollouts. Lange Projekte, komplexe Stakeholder, diese Art von Arbeit, bei der du mitten im Getriebe steckst und dich als Teil von etwas Wichtigem fühlst.
Wenn du selbst Zeit in dieser Welt verbracht hast, weißt du genau, wovon ich spreche. Und du weißt auch, was sie mit dir macht, wenn genug Jahre vergehen.
Ich habe fast ein Jahrzehnt an eine hochfunktionale Depression verloren, acht Jahre an Schlaflosigkeit und an diese schleichende Entfremdung, die Hochleister für Resilienz halten.
Depression war, wenn ich heute zurückblicke, kein Gefühl. Sie war eine dunkle Wolke, durch die man sich bewegt — alles schwerer, alles langsamer, die Welt wird zu etwas, das man nur noch beobachtet, statt es zu erleben.
Ich konnte einen Sonnenuntergang ansehen und mich erinnern, dass er früher etwas in mir ausgelöst hatte — ohne dass das Gefühl je meinen Körper erreichte.
So sieht hochfunktionale Depression aus
Ich konnte jede Deadline halten, jedes Gespräch führen und vollkommen präsent wirken, während innerlich nichts wirklich ankam. Niemand ahnte, wie tief meine Verzweiflung reichte. Ich hatte doch alles — warum sollte ich nicht glücklich sein? Also machte ich einfach weiter.
Und dann kam der Burnout
Bis ich nicht mehr konnte. Ich saß stundenlang vor meinem Laptop im Homeoffice, ich wusste, was zu tun war, ich wusste, wie es geht — ich brachte mich einfach nicht mehr dazu, es zu tun. Das ist Burnout.
Ich habe die vernünftigen Dinge ausprobiert.
Manches half ein wenig. Manches half für einen Moment. Bei manchem hatte ich das Gefühl, es bringt gar nichts … heute glaube ich, es hat alles geholfen — auf seine Weise.
+ Verlust von Job und Karriere
+ eine zerbrochene Ehe
Genau das möchte ich dir ersparen.
Ein paar Dinge, die ich mit der Zeit verstanden habe
Niemand wird kommen.
Damals lebte ich in Deutschland — einem Land mit einem der besten Gesundheitssysteme der Welt. Bei mir hat es vollständig versagt. Zwanzig Jahre lang PPI (Protonenpumpenhemmer), die niemand hinterfragte. Acht Jahre Schlaflosigkeit, nach denen niemand fragte. Kein Therapieplatz zu bekommen — ich zahlte selbst, und selbst dann ging alles zu langsam. Mein Mann liebte mich, aber er konnte mir nicht helfen. Irgendwann gab er auf. Die Ärzte konnten mir nicht helfen. Familie gibt Halt — heilen kann sie nicht. In dem Moment, in dem ich verstand, dass meine Genesung meine Verantwortung war — und nicht das Versäumnis von irgendjemandem sonst —, begann sich etwas zu verschieben.
Therapie allein löst keine emotionalen Altlasten.
Es ist ein Unterschied, ob du verstehst, was dir passiert ist, oder ob du entlädst, was noch immer in deinem Nervensystem lebt. Jahre der Verdrängung lösen sich nicht im Gespräch auf. Sie lösen sich über den Körper — über sorgsam gehaltene Erfahrungen, die dem Nervensystem einen sicheren Ort geben, um endlich loszulassen, was es so lange festgehalten hat. Die meisten erreichen diese Schicht nie. Sie werden wortgewandt über ihren Schmerz — und können ihn trotzdem nicht ablegen.
Du kannst den Geist nicht heilen, wenn du den Körper übergehst.
Bei manchen Symptomen ist die Antwort so schlicht wie ein Nahrungsergänzungsmittel. Magnesium hat meinen Schlaf verändert — nach acht Jahren Schlaflosigkeit. Ketogene Ernährung, Vitamin D, Neurofeedback, Sauna, lange Spaziergänge, Yoga — nichts davon ist exotisch. Das meiste ist wenig glamourös. Zusammen bewirkten sie in Monaten mehr, als Jahre Gesprächstherapie es konnten. Der Körper ist kein Vehikel für den Geist. Er ist Teil des Systems. Behandle ihn so — oder bleib stecken.
Mentale Gesundheit ist eine Praxis, kein Ziel.
Du reparierst deine mentale Gesundheit so wenig, wie du deine Fitness reparierst. Du baust sie auf — täglich, durch Dinge, die sich summieren: Meditation, Zeit für dich, Reflexion, Bewegung, Schlaf, Ernährung, die Qualität dessen, was du in dein Nervensystem hineinlässt. Wer dauerhaft gesund bleibt, behandelt die eigene Psyche mit derselben Disziplin, die er in seine Arbeit legt.
Keine Menge Ayahuasca kann dein Leben verändern. Du veränderst dein Leben.
Das ist das Wichtigste, was ich über Psychedelika gelernt habe — und das am meisten Missverstandene. Ayahuasca hat mich nicht geheilt. Es waren die achtzehn Monate Arbeit an mir selbst, auf so vielen Ebenen. Die Pflanzenmedizin öffnet Türen. Den Rest gehst du selbst. Manche erwarten, dass die Medizin die Arbeit übernimmt. Das kann sie nicht. Sie kann beschleunigen, was bereits in Bewegung ist — oder, schlecht vorbereitet und schlecht gehalten, retraumatisieren.
Es gibt mehr — über Ängste, über einschränkende Glaubenssätze, über das, was der Körper erinnert, über die Frage, was du mit einer mystischen Erfahrung anfängst, wenn deine Wirklichkeit zerbricht und du am Montag trotzdem funktionieren musst. Fünf Jahre Praxis, 850+ Gäste, Hunderte Bücher aus Psychologie, Neurobiologie, Physiologie, Philosophie, Ethik, Pflanzenmedizin. Das passt nicht alles auf eine Seite. Es passt in das BioPsyche Renewal Protocol, das ich sorgfältig entwickelt habe, um dich auf deinem Weg zu begleiten.
Was das für dich bedeutet
Wenn du in deiner Arbeit noch immer Höchstleistung lieferst, während du innerlich längst auf Reserve läufst, brauchst du kein weiteres Buch, keinen weiteren Podcast, kein weiteres Framework. Du brauchst jemanden, der den Weg unter ähnlichen Bedingungen gegangen ist wie du, der die Abkürzungen und die Sackgassen kennt und der das, was mich drei Jahre gekostet hat, in einen Prozess verdichten kann, der dich Wochen kostet.
Genau das ist Vine of the Soul Retreats. Keine spirituelle Erfahrung. Kein Urlaub. Ein präziser, professionell gehaltener Reset, aufgebaut auf allem, was ich auf die harte Tour gelernt habe — damit du es nicht musst.
Ich habe es aufgebaut, weil die Version von mir mit vierzig fast alles dafür gegeben hätte.
Wenn du an diesem Punkt stehst, weiß ich, was du als Nächstes brauchst.